Von der Ferne kaum zu übersehen thront das Schloss Spielberg auf einer vorgeschobenen Zunge des Hahnenkamm. Auch der Besuch aus nächster Nähe lohnt sich. Hier hat die Künstlerfamilie Steinacker ein Museum zeitgenössischer Kunst errichtet und lädt alle Läufer und Wanderer zu einem Abstecher am Wegesrand ein. Die beeindruckenden Kunstwerke und der herrliche Ausblick sind es wert. 

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Am Samstag führt die Strecken des ALTMÜHLTRAIL durch den beschaulichen Ort Spielberg. Hier lohnt sich vor allem ein Abstecher zum Schloss Spielberg mit der Sammlung Ernst Steinackers und dem Museum zeitgenössicher Kunst.

Schloss Spielberg bezaubert als eindrucksvolles Baudenkmal, das die Phantasie und das geschichtliche Interesse beflügelt und sich als Stätte der modernen Kunst und der Kultur präsentiert.

Etwa 8 km südlich von Gunzenhausen bei Markt Gnotzheim inmitten von der Technik unserer Zeit unberührter Landschaft gelegen, bekrönt die Burganlage wie ein mächtiger Pfeiler auf der Anhöhe das nordwestliche Ende des Hahnenkamms. Wie die nach dem Ort Spielberg benannte Burg schon von weitem den Blick auf sich zieht, gewährt sie umgekehrt auch einen überaus beeindruckenden Panoramablick auf ihr Umland. Wer sich hierher auf den Weg macht, mag beeindruckt sein vom vollständig erhaltenen Oval der monumentalen Burganlage mit ihren fünf Meter hohen Ringmauern aus dem 12. Jahrhundert und bezaubert von den weiten Ausblicken in das umgebende Land. Der Blick reicht über die Höhen der schwäbisch-fränkischen Alb, über die hügelige Landschaft um den Hesselberg, über den Altmühlsee bis hin zu den Grenzen des Nürnberger Umlandes.

Ob schon die Kelten und die Römer die einzigartige Aussicht mit einer baulichen Anlage nutzten, wird immer wieder spekuliert. Manche Forscher behaupten auch, dass der Name Spielberg von lat. speculare (=schauen, spähen) abzuleiten ist. Ein Römerkastell, genannt Mediana, lag am Fuße des Berges, beim heutigen Gnotzheim. Und wer beim Spaziergang um das Schloss angezogen wird von dem "magischen Hügel" mit den vier Linden, dem erscheint die Geschichte und die Geschichten von einer einstigen keltischen Kultstätte dort vor den Füßen des jetzigen Schlosses nicht abwegig. Jedenfalls ist dieser gesamte Platz auf der Anhöhe des Spielberges in seinen räumlich-zeitlichen Dimensionen ein uralter, ein nahezu archaischer Ort. Ein Ort des Schauens und Ausschauens.

Fest steht, dass im 12. Jahrhundert das einflussreiche Geschlecht der Herren von Spielberg, sog. Königsfreie, mit Einverständnis der Staufer eine mächtige Burg errichten konnten. Im 13. Jahrhundert gelangte die Burg an die Edlen von Truhendingen (Hohentrüdingen). Nach deren Aussterben kam sie 1363 über die Grafen von Schaumburg an die Grafen von Oettingen. Mit dem Hause Oettingen-Spielberg, das 1734 in den Fürstenstand erhoben wurde, blieb Spielberg mit wenigen Ausnahmen über die Jahrhunderte hinweg bis heute verbunden. 1796 kamen Burg und Ort Spielberg an Preußen, 1806 an Bayern. 1872 kaufte Fürst Carl Phillip Wrede Schloss Spielberg und übergab sie an seine Tochter Amalie, Fürstin zu Oettingen-Spielberg. Im Jahre 1983 hatte Fürst Albrecht zu Oettingen-Spielberg die ruinöse Schlossanlage der Künstlerfamilie Ernst Steinacker zu Zwecken der Renovierung und zur Aufnahme der Bildwerke von Ernst Steinacker anvertraut.

schloss spielberg anhoehe    

Außenbereich

Auf dem Wege, kurz vor Erreichen von Schloss Spielberg begegnet dem Besucher längs der Auffahrtsallee ein die äußere Ringmauer umsäumender Wiesenstreifen, die sogenannte Skulpturenwiese. Der Betrachter wird hier inmitten einer freien Natur eingestimmt auf Motive und Werke der Kunst von Ernst Steinacker.

Der Skulpturenwiese gegenüber, rechts der Auffahrtsallee, liegt die sog. Engelwiese, die auf dem weitläufigen Areal bemalte Engelskulpturen und Engelgruppen von dem Künstler Ernst Steinacker zeigt.

Innenhof

Im Inneren der Ringmauer befinden sich der kreisförmige Skulpturenhof, die neu gestaltete Aussenbühne mit dem sog. "Freskenraum", der Glockenturm, die Werkstätten sowie der im Barock (zwischen 1730 - 1740) zum Schloss umgebaute repräsentative Palas. Dieser seit 1983 grundlegend zum einem modernen Museum umgebaute Hauptbau beherbergt die jetzige Schlossgalerie Steinacker. In das Hauptgebäude integriert ist die 1427 entstandene, mit wertvollen Werken des Barock und Rokoko ausgestattete Schlosskapelle St. Johannes Ev., die 1828 zur katholischen Gemeindekirche umfunktioniert wurde.

Moderne Kunst und Geschichte, Natur und schöpferischer Geist zeigen sich auf Schloss Spielberg in einer beeindruckenden Symbiose.

Innenbereich

Seit der Zeit der Renovierung und Neubelebung der gesamten Anlage zum Kunstmuseum, zur kulturellen Stätte stellt Schloss Spielberg ein weit über die Landesgrenzen hinaus beachtetes Gesamtkunstwerk dar, welches das schöpferische Wirken und Teile des Lebenswerkes des renommierten Bildhauers und Malers Ernst Steinacker (1919 - 2008) zeigt. In den größtenteils stuckierten Innenräumen bildet jeder Raum eine gestaltete Einheit. Moderner Formwille fügt sich harmonisch ein in ein historisches Ensemble und erzeugt energetische Spannkraft.

schloss spielberg innenhof

Hintergründe und Wissenswertes zum Künstler und den Werken sind auf der Internetseite Schloss Spielberg zu finden.

Vielsagender als große Worte, ist aber in jedem Fall ein persönlicher Besuch im Schloss Spielberg. Der ALTMÜHLTRAIL bringt Dich hin.

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