Der Altmühltrail 2020 rund um Dollnstein, der seit Februar dieses Jahres ausgebucht ist, wurde mit Schreiben vom 3. September 2020 vom Landratsamt Eichstätt untersagt. Dies teilte der federführende Veranstalter OAI e.V. jetzt mit.

Beim Altmühltrail waren 700 Starter/innen für die beiden Strecken im Bereich Trailrun und Wandern gemeldet. Damit auch in Corona-Zeiten der Breitensport ermöglicht werden kann, hatte die OAI ein aufwändiges Hygienekonzept erarbeitet. Dieses sah vor, dass die Starter mit festen Startzeiten versehen einzeln im Abstand von rund 50 Metern auf die Strecke geschickt worden wären. Dazu wäre eine geänderte Zeitmessung mit Ermittlung der Netto-Zeiten nötig geworden. Die Startunterlagen wären zugesandt worden, um Kontakte bei der Papierabnahme zu vermeiden. Ebenso wäre auf die Siegerehrung verzichtet worden, und die reduzierten Verpflegungsstationen wären ebenso mit strikten Hygieneregeln bei der Ausgabe versehen worden, Zuschauer wären nicht zugelassen gewesen – um nur einige Details zu nennen.

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All das nützte allerdings nichts. Das Landratsamt Eichstätt untersagte den Altmühltrail als eine „sportliche Großveranstaltung nach § 5 Abs. 1 der 6. BayIfSMV“. „Ausnahmegenehmigungen hierzu werden leider aufgrund der derzeitigen Infektionszahlen nicht erteilt“, so die Begründung.

„Wir haben Verständnis für Auflagen, die zur Vermeidung von Infektionen auferlegt werden und beachten diese. Dieses Verständnis beginnt allerdings zu schwinden, wenn auf der einen Seite Tausende Menschen in Fußballstadien gelassen werden oder sich ohne Mundschutz auf Demonstrationen tummeln dürfen und auf der anderen Seite einfacher Breitensport im Freien unter strikten Abstands- und Hygieneauflagen nicht ermöglicht wird,“ so Hubert Stanka, Vorsitzender der OAI. Politik und Behörden seien aufgerufen darauf zu achten, dass der gesellschaftliche Kitt nicht aus den Fugen falle.

Für die OAI und den Promoter Baboons ist der für 17. Oktober geplante Altmühltrail die letzte von 20 für dieses Jahr ausgeschriebenen Veranstaltungen im Bereich Fahrrad-, Lauf- und Motorsport, die der Corona-Krise zum Opfer fällt. Ulrich Hanus, Geschäftsführer der Baboons GmbH: „Bei allem Verständnis für die nötigen Abstandsregeln und Auflagen müssen wir leider feststellen, dass unsere Branche offenbar ganz bewusst der Pandemie geopfert wird. Unser Geschäftsbereich Veranstaltungen verzeichnet nun in diesem Jahr 100 Prozent Ausfall. Während in andere Branchen Milliardenbeträge geschoben werden, gibt es für die Sportveranstalter im Breitensport keine Hilfen, die ihren Verlusten gerecht werden.“

Ausdrücklich kritisiert wird von OAI und Baboons in diesem Zusammenhang, dass es trotz intensiver Nachfragen bei Verwaltungen und Ministerien seit März bis heute keinerlei Aussagen dazu gibt, wie eine „Großveranstaltung“ definiert wird und unter welchen Bedingungen Breitensportveranstaltungen möglich sind.

Bei Veranstaltungen wie den Altmühltrail geht es für den Ausrichter nicht nur um die Absage der Veranstaltung, damit verbunden sind auch die oftmals bereits im Vorjahr vereinnahmten Startgelder, die rückerstattet werden, und der bis dahin geleistete Aufwand. Auch beim Altmühltrail bietet die OAI den Teilnehmern die Rückerstattung an. Diese werden dazu gesondert angeschrieben.

Ausdrücklichen Dank spricht die OAI ihrem Partnerverein DJK Dollnstein sowie der Gemeinde Dollnstein aus, die die verschiedenen Ansätze immer proaktiv begleitet haben.

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